ARIC

Han­dels­kam­mer Ham­burg for­dert wei­te­re Unter­stüt­zung des ARIC in neu­em Stand­punk­te­pa­pier zu Künst­li­cher Intelligenz

Ham­burg, Okto­ber 2020. In ihrem ers­ten Stand­punk­te­pa­pier zum The­ma „Künst­li­che Intel­li­genz“ (KI) nimmt die Han­dels­kam­mer eine Ana­ly­se der aktu­el­len KI-Land­schaft in Ham­burg vor und stellt eine Stra­te­gie für ihren nach­hal­ti­gen Aus­bau auf. So zeigt sich zwar, dass Ham­bur­ger Unter­neh­men, die bereits Gebrauch von KI machen (17 % von 269 befrag­ten Unter­neh­men), bereits heu­te von ver­bes­ser­ten inter­nen Pro­zes­sen, Kos­ten­er­spar­nis­sen und neu erschlos­se­nen Geschäfts­mög­lich­kei­ten pro­fi­tie­ren. Gleich­zei­tig wird aber deut­lich, dass Ham­burg in der KI-Nut­zung und ‑Ent­wick­lung hin­ter Städ­ten wie Ber­lin und Mün­chen zurück­bleibt und als bran­chen­über­grei­fen­der Wirt­schafts- sowie Hoch­schul­stand­ort sein vor­han­de­nes Poten­ti­al nicht voll­stän­dig aus­schöpft. So bestehen laut Umfra­gen und Exper­ten Defi­zi­te ins­be­son­de­re im Bereich der All­ge­mein- und Fach­bil­dung, der nutz­ba­ren Daten­la­ge und dem domä­nen­über­grei­fen­den Austausch.

Des­halb ist es laut Han­dels­kam­mer notwendig

  • inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit von Exper­ten und einen Aus­tausch zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zu fördern,
  • ver­tief­te KI-Inhal­te in bestehen­de Stu­di­en­gän­ge zu inte­grie­ren oder sogar neue Stu­di­en­gän­ge sowie fach­über­grei­fen­de Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te zu schaffen,
  • die Bevöl­ke­rung bes­ser über die Funk­ti­ons­wei­se und den Nut­zen von KI auf­zu­klä­ren, um einen sach­li­chen Dis­kurs zu för­dern (etwa anhand öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Prä­sen­ta­ti­on nut­zer­na­her Pra­xis­bei­spie­le und dem Aus­bau von Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten im Schulwesen),
  • den Daten­zu­gang zu erleich­tern, indem Pro­jek­te wie „Smart City“ bzw. eine „Urban Data Plat­form“ und auch unter­neh­mens­über­grei­fen­de Daten­pools vor­an­ge­bracht und für die KI-Nut­zung geöff­net werden,
  • die digi­ta­le Infra­struk­tur in Ham­burg aus­zu­bau­en (Glas­fa­ser, 5G), um die Vor­aus­set­zun­gen für eine leis­tungs­star­ke KI zu schaf­fen und
  • für Ham­burg den Schwer­punkt einer ethi­schen und nach­hal­ti­gen KI zu set­zen und die Stadt somit natio­nal und inter­na­tio­nal als attrak­ti­ven KI-Stand­ort zu positionieren.

Bestehen­de Initia­ti­ven und fach­über­grei­fen­de Zen­tren zur KI – wie das ARIC –, die bereits vie­le die­ser Punk­te in sich ver­ei­nen, sol­len des­halb aus­drück­lich wei­ter geför­dert werden.

Dabei birgt künst­li­che Intel­li­genz nicht nur Vor­tei­le für ihre Nut­zer, son­dern wird vor allem in Berei­chen mit Markt­dy­na­mi­ken ange­wandt, in denen zukünf­tig eini­ge weni­ge Unter­neh­men den Markt unter­ein­an­der auf­tei­len wer­den. Da Deutsch­land, aber auch Euro­pa, hier vor allem den USA und Chi­na hin­ter­her­hinkt, ist auch im Sin­ne der tech­ni­schen Unab­hän­gig­keit ein nach­hal­ti­ger und ent­schlos­se­ner Aus­bau eige­ner KI-Lösun­gen erstrebenswert.

Das gesam­te Stand­punk­te­pa­pier fin­det sich auf der Inter­net­sei­te der Han­dels­kam­mer unter https://www.hk24.de/produktmarken/digitalportal/technologien/standpunktepapier-kuenstliche-intelligenz-4899146.

Share this:
X